EdAge: Lernen zwischen 45 und 80 Jahren

In der EdAge-Studie wurde 2010 das Weiterbildungsverhalten und das Weiterbildungsinteresse der 45 bis 80-Jährigen in Deutschland erfasst.

Die Studie macht klar, dass sich Ältere über 65 Jahre vornehmlich weiterbilden, da sie sich „persönlich weiterentwickeln“ oder gar „neues Lernen“ möchten. Das „berufliche Wissen erweitern“ verliert mit zunehmendem Alter erwartungsgemäß an Bedeutung. Erstaunlich, dass gerade auch bei nicht erwerbstätigen, Weiterbildung scheinbar nicht als Instrument genutzt wird, sich beruflich auf dem Laufenden zu halten. Ggf. spielen aber hier auch andere Rahmenbedingung wie „Finanzierung“ eine Rolle.

Über 65-jährige sind fast gar nicht mehr an Abschlusszeugnissen und Zertifikaten  interessiert wie es die unter 65-jährigen noch sind. Sie lernen für sich, privat motiviert.

Ältere bevorzugen informelle Lernformen, darunter Reisen, Zeitungen und Zeitschriften sowie Bücher lesen. Sie nutzen aber auch stärker das Fernsehen und Radio, um sich weiterzubilden (61% bei Ü65; 38% bei 45-64-jährigen Erwerbstätigen).

Die Gründe für die Nicht-Teilnahme an Weiterbildung unterscheidet die Studie am Merkmal „Akademiker“ zu „Nicht-Akademiker“. Danach sind sich ein großer Teil (46% zu 51%) der Befragen einig, dass sie „keine Bedarf an Weiterbildung haben“. Weitere Gründe sind u. a.

  • lohnt sich in meinem Alter nicht mehr (16% zu 32%)
  • keine Zeit weg familiärer Verpflichtungen (15% zu 20%)
  • Weiterbildung ist mir zu anstrengend (4% zu 19%)
  • keine Lust wieder in die Schule zu lernen (9% zu 18%)

Die Themen der zuletzt besuchten „allgemeinen“ Weiterbildung der befragten Hochschulabsolventen sind Sprachkenntnisse, Computer/EDV/Internet, Gesundheitsfragen, persönlichkeitsbildende Kurse, Kunst/Literatur/Geschichte/Religion, Versicherungs-/Renten-/andere Rechtsfragen und praktische Kenntnisse sowie aktive Freizeitgestaltung.

Unterschiede im Weiterbildungsverhalten macht die Studie an „Schulabschluss“, „Hochschulabschluss“, „Berufsstatus“ und „Erwerbstätigkeit“ fest.

Bildung so der Tenor der Studie kann „konstruktives Altern“ unterstützen. Lebenslanges Lernen erhöht das Wohlbefinden, fördert politisches und bürgerschaftliches Engagement, erhält Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, fördert gesundheitsbewusstes Verhalten.

http://www.bagwiwa.de/files/Jahrestagungen/tippelt_ulm_04_03_2010_aeltere_Akademiker.pdf (03.09.2013)

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