Durchschnittsalter der Arbeitnehmer liegt bei 41,4 Jahre (2010)

altersstruktur_Branchen

Das Durchschnittsalter der deutschen Arbeitnehmer liegt laut IAB in 2010 bei 41,4 Jahren. Schaut man sich den Altersschnitt noch einmal nach Unternehmensbranchen an, so ist der Anteil der über 50-jährigen Mitarbeiter im Bereich Information und Kommunikation (21 %), in der Baubranche (23 %) und im Handel (25 %) vergleichsweise gering. Betriebe der Öffentlichen Verwaltung/Sozialversicherung und des Bereichs Bergbau/Energie/ Wasserversorgung haben einen Ü50-Anteil von 38 bzw. 34 %.

Die Gründe für die unterschiedlichen Altersschnitte in den Branchen sind laut IAB-Studie von 2013 („Wie Betriebe auf die Alterung ihrer Belegschaften reagieren“):

  • hohe körperliche Belastung z. B. in der Baubranche und im Handel.
  • die ständige Erneuerung des berufsfachlichen Wissens in der Informations- und Kommunikationsbranche.
  • und das Ausmaß der Fluktuation z. B. unterdurchschnittlicher Arbeitskräfteumschlag im Öffentlichen Dienst – hier liegt der Anteil der Älteren über 10% höher als im Handel.

Beschäftigungsfähigkeit ist die grundsätzliche Voraussetzung dafür, dass Ältere einen Arbeitsplatz finden bzw. länger in Beschäftigung bleiben.
Beschäftigungsfähigkeit bezieht sich auf die physische und psychische Gesundheit, die Kompetenzen, die Motivation sowie die Einstellung zur Arbeit. Beschäftigungsfähigkeit ist aber auch von Arbeitsplatzgestaltung oder Arbeitsbelastungen ebenso wie vom Verhalten der Vorgesetzten oder vom Verhältnis zu den Kollegen beeinflusst.

Beschäftigungsfähigkeit können Betriebe erhalten, indem sie über das gesamte Erwerbsleben ihrer Beschäftigten hinweg, wie z.B. Fortbildungen anbieten, gesundheitsförderliche Arbeitsplätze und flexible Arbeitszeitmodelle schaffen sowie Arbeit in altersgemischten Projektteams ermöglichen.

Angebote_BeschäftigungsfähigkeitAltersspezifische Maßnahmen finden sich besonders in der Öffentlichen Verwaltung/ Sozialversicherung sowie im Bereich Bergbau/ Energie/Wasser – also in jenen Branchen, in denen der Anteil älterer Mitarbeiter besonders hoch ist. Dagegen setzen die anderen Branchen, in denen der Anteil Älterer vergleichsweise gering ist, kaum Maßnahmen ein, um die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten – ob sie hier eine wichtige Phase der Vorsorge „verschlafen“ ist fraglich.                                                                    

Differenziert man den Anteil der Betriebe mit altersspezifischen Personalmaßnahmen nach der Betriebsgröße, so fällt auf, dass insbesondere Kleinbetriebe vergleichsweise geringe Aktivitäten aufweisen. Da sie den großen Teil der deutschen Betriebslandschaft stellen, wird der bereits dargestellte Durchschnittswert stark durch die kleinen Betriebe bestimmt. Während von den Betrieben mit weniger als 20 Beschäftigten nur etwa jeder zehnte Betrieb mit älteren Mitarbeitern zumindest eine altersspezifische Personalmaßnahme angeboten hat, taten dies fast alle Großbetriebe mit 500 und mehr Beschäftig- ten.

(http://doku.iab.de/kurzber/2013/kb1313.pdf) 26.09.2013

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