Screencast „Internet verstehen“: Das Fachchinesisch wie Browser leicht erklärt…

„Für Laien besteht das Internet aus einem Dschungel von Fremdwörtern, etwa „Browser“, „html-Adresse“ oder „ad“. Sie verstehen nur Bahnhof? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen, die nicht mit dem Medium Internet groß geworden sind.“
Aber keine Sorge: Die Begriffe klingen zwar kompliziert, sind es jedoch gar nicht. In unserem Video erklären wir Ihnen die wichtigsten, die Sie für einen ersten Ausflug im Internet kennen sollten. Viel Spaß beim Lernen und Ausprobieren!“

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Lernen im Alter – Neues und komplexes hält Gedächtnis auf Trab

Wie bleibt man im Alter geistig fit? Es schadet zumindest nicht, dass Gedächtnis beständig mit neuen Informationen zu füttern. So weit, so bekannt. Doch welche Aktivitäten helfen der Erinnerung wirklich auf die Sprünge? Das haben amerikanische Forscher um die Neurowissenschaftlerin Denise Park von der University of Texas in Dallas nun untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht alle Tätigkeiten gleich wirkungsvoll sind. Wer sich über längere Zeit intellektuellen Herausforderungen stellte, zeigte in der Regel deutlich bessere Gedächtnisleistungen als jemand, der regelmäßig Kreuzworträtsel löste oder Fernsehdokumentationen verfolgte.

Im Alter geistig aktiv zu bleiben, reiche nicht, meint Hauptautorin Denise Park. Die Altersforscherin sagt: „Entscheidend ist es, aktiv zu sein und sich dabei neuen mentalen Herausforderungen zu stellen, sich neuen Reizen auszusetzen.“ Wer innerhalb der eigenen Komfortzone verharre, seine eigenen Grenzen also nicht austeste, bleibe womöglich außerhalb der Verbesserungszone.

Um die Auswirkungen verschiedener Formen der Freizeitgestaltung zu testen, entschieden sich Park und ihr Team für ein aufwendiges Studiendesign. Anders als andere Forscher reichte es den Wissenschaftlern aus Texas nicht, die mentale Leistungsfähigkeit von Senioren zu testen, deren Hobbys zu erfragen und beides im Nachhinein miteinander in Verbindung zu setzen. Park und ihre Kollegen wollten einen direkten Einfluss messen. Deshalb rekrutierten sie 221 Erwachsene zwischen 60 und 90 Jahren und teilten ihnen nach dem Zufallsprinzip eine Freizeitgestaltung zu. Diese Tätigkeiten sollten die Senioren über drei Monate hinweg jeweils 15 Stunden pro Woche ausüben. Vor und nach den drei Monaten wurde die Gedächtnisleistung getestet.

Drei der sechs Versuchsgruppen beschäftigten sich mit intellektuell anspruchsvollen Dingen, bei denen neues Wissen erworben und angewendet werden musste. Die Probanden widmeten sich der Digitalfotografie und passender Bildbearbeitungssoftware am Rechner, oder sie fertigten Steppdecken mit computergesteuerten Nähmaschinen an. Eine dritte Fraktion wendete jeweils gleich viel Zeit für Nähen und für Fotografie auf. Um die Tätigkeiten erfolgreich zu meistern, mussten die Versuchspersonen eine Reihe von Informationen im Langzeitgedächtnis abspeichern – und das unter Alltagsbedingungen, nicht im Labor.

Andere Probanden sollten regelmäßig klassische Musik hören, leichte Kreuzworträtsel lösen und Fernsehdokumentationen verfolgen, kurz: sich weiterbilden – allerdings auf eher passive Art. Eine fünfte Gruppe von Versuchspersonen traf sich regelmäßig und unternahm zum Beispiel Ausflüge. So sollte der Nutzen des sozialen Miteinanders gestestet werden. Eine Kontrollgruppe nahm ausschließlich an den Gedächtnistests teil, wurde ansonsten aber nicht gefördert.

Nach drei Monaten verglichen Park und ihr Team die sechs Gruppen miteinander. Es zeigte sich: Wer sich in die digitale Fotografie, das computergestützte Nähen oder beides hineingefuchst hatte, hatte auch seine Gedächtnisleistung verbessert. Stärker schnitten diese Teilnehmer vor allem in Tests ab, die das Potenzial des episodischen Gedächtnisses maßen. Damit sind die persönlichen Erinnerungen im Langzeitgedächtnis gemeint.

Solche Erfolge konnten die anderen Probanden kaum aufweisen. Sollte nun jeder Senior eine Digitalkamera in die Hand nehmen? Nicht unbedingt. Entscheidend ist nach Ansicht der Forscher, dass ein Hobby mit neuen mentalen Herausforderungen verbunden ist.

Im Gespräch mit amerikanischen Medien zeigte sich Park überrascht, dass die sozial vernetzte Gruppe ihr Erinnerungsvermögen nicht verbesserte. Schließlich sei es geistig herausfordernd, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Wahrscheinlich würden größer angelegte Untersuchungen mit höheren Teilnehmerzahlen hier durchaus einen moderaten Effekt finden.

Was waren die Ursachen für die verbesserte Gedächtnisleistung der Probanden mit den schwierigen neuen Hobbys? Park kann sich mehrere Erklärungen vorstellen. So könnte die Beschäftigung mit neuen Herausforderungen die Aufmerksamkeit dieser Versuchspersonen positiv beeinflusst haben. Das könnte es ihnen erleichtert haben, Worte bei Gedächtnistests wahrzunehmen, zu lernen und wieder abzurufen. Alternativ sei es denkbar, dass neue Nervenverbindungen in Hirnregionen etabliert wurden, die mit der Speicherung und dem Abruf von Informationen in Zusammenhang stehen, etwa dem Hippocampus.

Zitiert nach:
http://www.psychologie-heute.de/news/gesundheit-psyche/detailansicht/news/neues_zu_lernen_hilft_mental_in_form_zu_bleiben/?&type=27072012

PIAAC-Studie: Ü55-jährige schlechter als U34-jährige

In Deutschland wurden 5.465 Personen getestet, wie gut sie lesen, rechnen und Computer nutzen können. Jüngere Erwachsene (25-34-jährige) sind in allen drei getesteten Bereichen besser als die Ü55-„Testkandidaten“.

Das ist auch im internationalen Vergleich so: Der Test lief parallel in rund 24 Ländern und mit insgesamt 166.000 repräsentativ ausgewählten Erwachsenen im Alter von 16 bis 65 Jahren.

Die Ergebnisse im Überblick (zitiert nach Spiegel-online)

  • Lesekompetenz: Beim Verstehen, Interpretieren und Bewerten von Texten erreichten die deutschen Teilnehmer leicht unterdurchschnittliche Werte und landeten auf Platz 15 von 23. Die höchste Kompetenzstufen (4 und 5) erzielten 10,7 Prozent der deutschen Testpersonen, der OECD-Schnitt liegt bei 11,8 Prozent. Auf Stufe 1 oder niedriger landen 17,5 Prozent der Menschen in Deutschland (OECD-Durchschnitt 15,5 Prozent). Diese Stufe entspricht laut OECD dem Niveau eines zehnjährigen Kindes: Die Befragten sind maximal in der Lage, kurze Texte mit einfachem Vokabular zu lesen und ihnen in stark begrenztem Maße Informationen zu entnehmen. Das beste Leseverständnis nach dieser Auswertung haben die Menschen in Japan und Finnland. Auf den letzten Plätzen landen Spanien und Italien.
  • Rechenkompetenz: Alltagsaufgaben, die mathematisches Verständnis erfordern, haben Deutsche etwas besser gelöst als die internationale Vergleichsgruppe: 14,2 Prozent erreichten in Deutschland die Stufen 4 und 5 (OECD: 12,5%). Aber auch in diesem Feld liegt jeder Sechste(18,5 Prozent der deutschen Testpersonen) auf absolut niedrigem Niveau (Stufe 1 oder niedriger): Über einfaches Zählen, Sortieren und die Verwendung der Grundrechenarten kommt diese Gruppe nicht hinaus (OECD-Durchschnitt auf der Stufe 1 oder niedriger: 19 Prozent). Die besten Ergebnisse erzielten auch hier Japan und Finnland, und Italien und Spanien landeten erneut auf den letzten Plätzen.
  • Problemlösekompetenz/Computerkompetenz: Alltagsfragen mit Hilfe des Computers und digitaler Technik zu lösen, bereitet vielen Menschen Schwierigkeiten. Ein hoher Anteil der Erwachsenenbevölkerung in Deutschland verfügt über geringe Kompetenzen bei der Beschaffung, Analyse und Übermittlung von Informationen mit Hilfe geläufiger Computeranwendungen. 11,6 Prozent der deutschen Testpersonen haben keinerlei Erfahrung mit Computern oder scheitern an grundlegenden Anforderungen – sie können zum Beispiel keine Maus bedienen. Die meisten können nur mit vertrauten Anwendungen umgehen. Lediglich ein Drittel (36 Prozent) der deutschen Erwachsenen schaffte komplexere Aufgaben, wie das Navigieren über Webseiten, das Scrollen und die eigenständige Problemlösung.

Kritisch ist die Aussage des Erziehungswissenschaftlers, Dieter Lenzen. Er bezweifelt, dass sich an den mangelnden Kompetenzen der Älteren noch etwas ändern könnte: „Die Fähigkeiten der älteren Erwachsenen werden sich jetzt nicht mehr ändern.“

EdAge: Lernen zwischen 45 und 80 Jahren

In der EdAge-Studie wurde 2010 das Weiterbildungsverhalten und das Weiterbildungsinteresse der 45 bis 80-Jährigen in Deutschland erfasst.

Die Studie macht klar, dass sich Ältere über 65 Jahre vornehmlich weiterbilden, da sie sich „persönlich weiterentwickeln“ oder gar „neues Lernen“ möchten. Das „berufliche Wissen erweitern“ verliert mit zunehmendem Alter erwartungsgemäß an Bedeutung. Erstaunlich, dass gerade auch bei nicht erwerbstätigen, Weiterbildung scheinbar nicht als Instrument genutzt wird, sich beruflich auf dem Laufenden zu halten. Ggf. spielen aber hier auch andere Rahmenbedingung wie „Finanzierung“ eine Rolle.

Über 65-jährige sind fast gar nicht mehr an Abschlusszeugnissen und Zertifikaten  interessiert wie es die unter 65-jährigen noch sind. Sie lernen für sich, privat motiviert.

Ältere bevorzugen informelle Lernformen, darunter Reisen, Zeitungen und Zeitschriften sowie Bücher lesen. Sie nutzen aber auch stärker das Fernsehen und Radio, um sich weiterzubilden (61% bei Ü65; 38% bei 45-64-jährigen Erwerbstätigen).

Die Gründe für die Nicht-Teilnahme an Weiterbildung unterscheidet die Studie am Merkmal „Akademiker“ zu „Nicht-Akademiker“. Danach sind sich ein großer Teil (46% zu 51%) der Befragen einig, dass sie „keine Bedarf an Weiterbildung haben“. Weitere Gründe sind u. a.

  • lohnt sich in meinem Alter nicht mehr (16% zu 32%)
  • keine Zeit weg familiärer Verpflichtungen (15% zu 20%)
  • Weiterbildung ist mir zu anstrengend (4% zu 19%)
  • keine Lust wieder in die Schule zu lernen (9% zu 18%)

Die Themen der zuletzt besuchten „allgemeinen“ Weiterbildung der befragten Hochschulabsolventen sind Sprachkenntnisse, Computer/EDV/Internet, Gesundheitsfragen, persönlichkeitsbildende Kurse, Kunst/Literatur/Geschichte/Religion, Versicherungs-/Renten-/andere Rechtsfragen und praktische Kenntnisse sowie aktive Freizeitgestaltung.

Unterschiede im Weiterbildungsverhalten macht die Studie an „Schulabschluss“, „Hochschulabschluss“, „Berufsstatus“ und „Erwerbstätigkeit“ fest.

Bildung so der Tenor der Studie kann „konstruktives Altern“ unterstützen. Lebenslanges Lernen erhöht das Wohlbefinden, fördert politisches und bürgerschaftliches Engagement, erhält Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, fördert gesundheitsbewusstes Verhalten.

http://www.bagwiwa.de/files/Jahrestagungen/tippelt_ulm_04_03_2010_aeltere_Akademiker.pdf (03.09.2013)

Lebenslanges Lernen kennt kein Alter!

Lebenslanges Lernen und Weiterbilden sind keine Frage des Alters, eher eine Frage der persönlichen Einstellung zum Leben.
Ältere Menschen (55+) machen  2030 fast 1/3 der deutschen Bevölkerung aus. Die Lebenserwartung liegt statistisch gesehen bei 82 (Frauen) bzw. 76 (Männer) Jahren. Die durchschnittliche „gesunde Lebenserwartung“ liegt bei 76 bzw. 70 Jahre.
Ältere Menschen verfügen über ein hohes Maß an Kompetenzen aus privaten und beruflichen Umfeldern. Sie teilen diese Fähigkeiten, Fertigkeiten, Werte und Wissen gerne. Denn durch das Teilen erhalten sie Anerkennung und Selbstbestätigung.
Wieso sollte das Alter darüber entscheiden, ob Menschen an einer Gesellschaft weiterhin aktiv teilhaben. Ruhestand ist ein neuer Lebensabschnitt, aber kein Grund sich aus der Gesellschaft zu verabschieden.