KMU bekämpfen Fachkräftemangel mit Arbeitgeberzusammenschlüssen

Im Rahmen des Projektes „FlexStrat“ veröffentlicht die G.I.B. eine Studie zu den Arbeitgeberzusammenschlüssen in Deutschland und fasst darin den aktuellen Umsetzungs- und Diskussionsstand zusammen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) suchen zunehmend nach neuen Möglichkeiten, ihren Fachkräftebedarf über herkömmliche Beschäftigungsformen hinaus zu sichern und ihre Attraktivität für qualifiziertes Personal zu steigern.

Menschen mit Migrationshintergrund sind doppelt so häufig arbeitslos wie Erwerbstätige ohne

In Deutschland leben rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das entspricht knapp 20 Prozent der Gesamtbevölkerung – Tendenz steigend. Zahlreiche Faktoren führen dazu, dass Migrantinnen und Migranten etwa doppelt so stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind wie andere Erwerbstätige ohne Migrationshintergrund.

Um die Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund zu verbessern, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) 2005 das bundesweite Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) ins Leben gerufen. Das Netzwerk hat in den vergangenen Jahren Instrumente, Handlungsempfehlungen sowie Beratungs- und Qualifizierungskonzepte entwickelt und erprobt. Diese sollen jetzt flächendeckend umgesetzt und in Regelangeboten verankert werden. Dazu hat das BMAS 2011 gemeinsam mit  dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung-IQ“ initiiert.

Jugend in Arbeit plus – Evaluation eines NRW-Programms

Im Programm „Jugend in Arbeit plus“ erhalten seit vielen Jahren Jugendliche in Nordrhein-Westfalen Hilfestellungen bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Trotz diverser Detailänderungen an der Programmkonzeption ist die Grundstruktur – eine enge Zusammenarbeit von Arbeitsverwaltung, Beratungseinrichtungen und Kammerverbänden – seit dem Programmstart 1998 beibehalten worden. Die Untersuchung befasst sich mit der Frage, welche Faktoren auf den Verlauf von Jugend in Arbeit plus und somit auf den Teilnahmeerfolg der Jugendlichen einwirken.

Multimediale Angebote produzieren: Software und Hardware

Screencast und Video aufnehmen
// http://www.educreations.com (mit iPad)
// WINK 2.0 (kostenfrei),
// CAMTASIA Studio 7 (kostenpflichtig)
// CAPTIVATE (kostenpflichtig)

Lernplattform erstellen
http://learni.st/category/featured (für Android)

E-Publikationen/Bücher erstellen
// http://getcreativebookbuilder.blogspot.de
// http://www.apple.com/de/ibooks-author/ (iPad Apple)

Präsentationen erstellen
http://prezi.com

APPS selbst programmieren
ibuildapp.com

VIDEOSCHNITTPROGRAMME
// PopCorn Webmaker https://popcorn.webmaker.org
// iMovie – für iPhone und iPAD im App-Store iTunes (4,49 Euro)
// Camtasia Studie (30-tägige Testversion, ggf. auch als Studenten-Programm kostenfrei?) für Windows und Mac
// Screenflow für MAC (kostenfrei)
// Avidemux für Windows (kostenfrei)
// Avid Media Composer 5 (kostenfreie Testversion ist verfügbar) für MAC und Windows
ggf. Youtube Editor (kostenfrei) (ACHTUNG VIDEO NUR max. 15 min lang; Bildungs-Videos unter http://www.youtube.com/education)
// Windows Movie Maker (kostenfrei)
// GoPRO Studio Edition (kostenlos) http://de.gopro.com/software-app/gopro-studio-edit-software

LEARNING-APPS für ÜBUNGEN
http://learningapps.org
http://hotpotato.com

Audioprogramme
Musik, Text o.a. selber machen:
// http://audioboo.fm
// https://soundcloud.com/explore
// http://www.audacity.de

Video plus Übungen
Soo meta http://www.metta.io

Redaktionsplanung für facebook und twitter
Hootsuite

Urls verkürzen
Bit.ly

TEXTVERARBEITUNG
// Etherpad: etherpad.org
// GoogleDoc
// Wiki
// Blog:
– Tumblr
– WordPress

// Internetseiten erstellen
http://de.jimdo.com/
http://www.wix.com

BILDER
// http://search.creativecommons.org/?lang=de
// http://www.flickr.com/creativecommons/
// https://commons.wikimedia.org/wiki/Main_Page

MUSIK KOSTENFREI
// http://creativecommons.org/music-communities
// http://creativecommons.org/legalmusicforvideos
// http://www.ende.tv/

Freie und kostenlose Musik zum Download

– Jamendo: Auf Jamendo stellen KünstlerInnen ihre Musik frei, legal und kostenlos zur Verfügung.
– mp3.com: Das Musikportal hat auch eine “free Music”-Abteilung.
– opsound: Ästhetische Seite, gut geordnet, alle Musik wird als Download gesendet.
– ccMixter: Freie Musikcommunity mit Remixes
– AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
– Bargus Musikbibliothek: Einige vor allem klassische Musikstücke zum direkten Download.
– archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
– FreeMusicArchive (FMA): Gut sortierte Seite mit freier Musik
– ArtistServer: KünstlerInnen-Community, in der freie Musik zum Download angeboten wird. Auf Lizenz achten!
– Musopen: Musikstücke, deren Urheberrechte erloschen sind, werden eingespielt und zur Verfügung gestellt.
– Gratisvibes: Linksammlung zu Netlabels mit kostenloser Musik
– Starfrosch: Schweizer Community mit freier Musik zum Download
– Tribe of Noise: Online-Community mit Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
– OpenMusicContest: Bundesweiter Musikwettbewerb, dessen Beiträge unter einer CC-Lizenz stehen.
– Hartwigmedia: Die eigentlich kostenpflichtige Musik der Website ist nichtkommerziell frei nutzbar.
– Auditorix Musikauswahl: Kostenlose Musik für die Bildungsarbeit
– CayzLand Studio: Freie Filmmusik zum direkten Download
– TuneFinder: Die Seite sammelt kostenlos verfügbare Musik im Internet, die Rechtelage ist allerdings hier eingeschränkt – genau hinschauen!
– SoundClick: Hier können MusikerInnen ihre eigene Musik veröffentlichen und unter verschiedenen Lizenzen bereitstellen. Achtung: Lizenzen nicht immer klar, die meisten Stücke sind kostenpflichtig.
– Minimalstudio: Die eigentlich kostenpflichtige Musik und Filmmusik ist unter bestimmten Bedingungen frei nutzbar.
– ende.tv: Kostenlose Filmmusik
– Musik gemafrei: überschaubares Musikangebot, das für “private”, nichtkommerzielle Zwecke kostenlos ist.
– Lino Rise: vorwiegend elektronische Musik
– International Music Score Library Project: Sehr umfangreiche Sammlung gemeinfreier Musik, allerdings meist mit dem Synthesizer produziert
– Boycott musicindustry: CC-Sampler des CCC Regensburg

Freie Sounds und Geräusche

– Hörspielbox: Freies Soundarchiv im MP3-Format
– freesound: Freies Soundarchiv
– Soungle: Freies Soundarchiv mit sehr gelungener Oberfläche
– ccMixter: Freie Musikcommunity, auch mit Loops und Samples
– AUDIYOU: “Youtube für Töne” – Geräusche, freie Musik, Interviews und Hörspiele von UserInnen für UserInnen. Für den Download muss mensch sich (kostenlos) anmelden.
– Geräuschesammler: Sounds von Jugendlichen für Jugendliche
– salamisound: viele Alltagsgeräusche aus verschiedenen Bereichen
– SoundBible: Archiv mit freien Sounds und Geräuschen
– Bargus Soundbibliothek: Einige freie Geräusche zum direkten Download.
– FreeLoops: Loops, Sounds und Geräusche unter CreativeCommons-Lizenz
– ibeat: freie Beats, Loops und Breaks für Hip-Hop-Projekte
– Tribe of Noise: Online-Community mit freier Musik und Sounds zum Download nach Registrierung
– SoundTransit: Ein Archiv mit Feldaufnahmen aus der ganzen Welt.
– Public Domain Sounds: Eine Soundcommunity mit Alltagsgeräuschen.
– WikiMedia Commons: Die Sounds der Wikimedia Websites zum Download
archive.org: Zentrales Web-Register zu freien Audioinhalten – sehr umfangreich und damit leicht unübersichtlich.
– Auditorix Geräuschesammlung: kostenlose Sounds für die Bildungsarbeit
– CayzLand Studio: Freie Sounds und Loops zum direkten Download
– SoundGator: Freie Soundeffekte

Freie, aber kostenpflichtige Musik

– Magnatune: Keine freie, aber online lizensierbare Musik, auch für Video.
– SoundPool24: GEMAfreie Sounds und freie mp3-Musik im Online-Shop
– Universal Publishing Production Music: Sound- und Musikarchiv von Universal. Gegen geringes Entgelt können die Dateien für eigene Produktionen lizensiert werden.
– Soundarchiv: Sounds aus Natur, Technik, Alltag usw., die mit verschiedenen Lizenzen eingesetzt werden können.
– Soundsnap: Sounds, Effekte, Loops
– audioagency: Gemafreie Musik in vielen Stilrichtungen, günstige Lizenz
– Soundtaxi.net: Gemafreie Musik / Lizenzfreie Musik / Filmmusik
– polysounds: Gemafreie Musik in vielen Stilrichtungen, gut sortiert.
– EverMusic.de: große Bandbreite gemafreier Musik, leicht zu durchsuchen.
– AudioMicro: Umfangreiches Angebot an Musik und Sounds
– TerraSound: gemafreie Hintergrundmusik mit Schwerpunkt auf orchestraler Filmmusik
– Galerie Chapuza: Gemafreie Musik in kleiner Auswahl, leicht unübersichtliche Seite
– Musicfox: Eine große Stilbandbreite mit verschiedenen Lizenzen, die aber auch schnell sehr teuer werden.
– Royalty Free Music: Hintergrund- und Filmmusik, die allerdings sehr viel von “klassischer GEMA-freier Musik” hat
– JewelBeat: Soundtracks im Blockbuster-Style und freie Sounds
– Orangegroove: kostenpflichtige Filmmusik, auch mit leicht “klassisch-GEMAfreiem” Touch
allesgemafrei.de: Der Name ist Programm; kostet aber.
– Absolute Songs: Auch hier wird gemafreie Musik angeboten, die aber schnell teuer wird.
– Frametraxx: Gemafreie Musik nach mehreren Genres. Einzelne Stücke sind auch kostenlos zu haben.

Urheberrechtlich geschützte, aber kostenlose Musik

– Tonspion: Die MacherInnen der Seite durchstöbern das Netz regelmäßig nach Kostenlos-Angeboten von Musikverlagen u. a. und stellen Links auf die entsprechenden Seiten und mp3-Tracks zur Verfügung.
– Freeload: Ein ähnliches Angebot wie der Tonspion.
Kostenlos Musik downloaden: ein meta-Verzeichnis von kostenlosen Musikquellen im Netz
– Tauschnix: Der Mitschnitt von Musik aus dem Internetradio ist völlig legal. Tauschnix klärt über Rechte und technische Möglichkeiten auf und bietet Programme für den Mitschnitt.
– VGMusic: Die MacherInnen bieten tausende von Originaltunes aus Computerspielen (!) im mp3- und Midi-Format zum (freien) Download an.
– Moby: Ja, genau der Moby. Für MedienpädagogInnen und Nonprofit-Projekte kostenlos. Anmelden und los!

Literatur:
1) Einen schöne Überblick zu Technik für Screencasts/ Videoaufnahmen (Ton und Schnitt) gibt auch diese Seite: http://www.elmastudio.de/tutorials/screencasts/tipps-fur-die-aufnahme-von-screencasts-und-video-podcasts/
2) Hier ist eine sehr schöne Wikipedia-Seite mit vielen Tools, die Ihr nutzen könnt, um Lerninhalte zu erstellen: http://www.andre-spang.de/wiki/index.php?title=COER13

Lehrvideos selbst erstellen: Tipps und Tricks

„In den letzten Jahren hat sich das Word Wide Web vom passiven Medium zu einem durch die Benutzer gestaltbaren gewandelt. Dieses Mitmachweb sorgt dafür, dass es vergleichsweise leicht ist, eigene Inhalte oder Medien im Web zu veröffentlichen. Die immer günstiger werden- de Ausrüstung und die Tatsache, dass Smartphones, Notebooks und auch Tablet-Computer über Kameras verfügen, macht die Videoerstellung für das Web immer einfacher – auch für Laien. (Lern-)Videos im Web sind nicht nur gut erreichbar und verteilbar (man verschickt ein- fach die URL zum Video) sondern zudem auch in Webseiten und Weblogs integrierbar. Sie sind auch immer wieder aufrufbar, wenn man etwas oftmals anschauen will.“

Quelle: Schön, Sandra und Ebner, Martin (2013): Gute Lernvideos … so gelingen Web-Videos zum Lernen mit iPad!. Norderstedt. http://bimsev.de/n/userfiles/downloads/gute-lernvideos.pdf

Ehrenamtlich tätig sein in NRW?

Das Portal stellt Akteure, Netzwerke und Projekte vor: http://www.engagiert-in-nrw.de/aktuelles/meldungen/index.php

Zu den präsentierten Senioren-Projekten gehören u.a. diese:
Senioren-Mentoring für den Berufseinstieg:
Ehrenamtlich tätige Seniorinnen und Senioren (aktuell 22 Personen) betreuen Jugendliche am Übergang Schule/ Beruf. Sie bieten ihnen Sprachtraining und berufsbezogene Nachhilfe. Die Jugendlichen werden unterstützt bei der Akquise von Praktikums- und Ausbildungsplätzen sowie bei Ämtergängen und Problemen mit Behörden. Dabei kommen den Seniorinnen und Senioren die eigenen Kontakte und Beziehungen zu Ämtern und Unternehmen zugute. Desweitere helfen die Mentoren bei der Berufsfindung als auch bei Problemen im Elternhaus oder der Organisation der Lebensführung.

Das ehrenamtliche Engagement der Senior Mentoren wird hauptamtlich begleitet und unterstützt durch Fortbildungen, kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Projektleiterin und weiteren Hauptamtlichen sowie Treffen zum Erfahrungsaustausch mit anderen Ehrenamtlern.

Das Projekt wird bei der AWO Rhein-Erft & Euskirchen e.V. betreut.

Großeltern und Enkel am PC
Unterstützt durch zwei ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Hertener Bürgerstiftung lehren Schüler/innen älteren Menschen den Umgang mit dem Computer. Die Computerkurse finden statt im Medienkompetenzzentrum der Stadt Herten und werden von den Jugendlichen ehrenamtlich durchgeführt. Ziel des Projektes ist der Wissenstransfer von der jüngeren zur älteren Generation.

Suizid im Alter – Projekt zur Krisenbewältigung im Alter

Der Alterssuizid gelte als gute Lösung, sein Leben selbstbestimmt zu beenden, so eine These von Alternsforscher Norbert Erlemeier.
Das hohe Ideal des selbstbestimmten Lebens, so Psychiatrie-Professor Gereon Heuft aus Münster, verstärke die Krise der Auseinandersetzung mit dem Älterwerden.
In seinen Studien hat er herausgefunden, dass allein schon der körperliche Alterungsprozess auch bei sonst gesunden, glücklichen und wohlhabenden Menschen zwischen 68 und 75 krisenauslösend wirkt.
In Selbsthilfegruppen und mit psychotherapeutischer Hilfe könne man zwar viel Gutes bewirken, der Alterungsprozess verstärke aber Abhängigkeiten und damit die Anfälligkeit für Krisen. Hier kommt es nicht nur zu Depressionen, sondern auch zu narzisstischen Krisen.
Wie die Information und Ansprache älterer Menschen – wenn auch durchaus mühsam – aufgebaut werden kann, das berichtete Dr. Wilfried Reckert am Beispiel des Seniorennetzwerkes Gelsenkirchen.

Neugier und konkrete Nachfrage, so plädierte Hubert Edin von der Krisenhilfe Münster, seien durchaus angebracht, um präventiv, konkret und ansprechend mit dem Thema Suizid umzugehen. Denn viele Menschen leiden darunter, dass sie niemanden haben, mit dem sie „darüber reden können“. Edin beklagte, dass es ausgerechnet für Suizidgefahr keine Routinen der Krisenintervention gebe. Auch müsse das Netz der schon bestehenden Hilfesysteme von der Telefonseelsorge bis zum psychiatrischen Dienst der Gesundheitsämter viel besser bekannt gemacht werden.

Die Stiftung Wohlfahrtspflege fördert das Projekt. Die Projektorganisation liegt bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.

Facebook und stayfriends bei Ü50 immer beliebter

Studie Soziale Netzwerke – zweite, erweiterte Studie
Drei Viertel (74 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland sind in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk angemeldet, zwei Drittel nutzen die sozialen Netzwerke auch aktiv – das geht aus einer repräsentativen Erhebung von Forsa im Auftrag des BITKOM hervor. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind bereits 92 Prozent Mitglied in einer oder mehreren Online-Communitys. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 72 Prozent und in der Generation 50-Plus immerhin 55 Prozent. Über die generelle Nutzung hinaus behandelt die Studie Fragen zur Nutzungsdauer, zur Anzahl an Kontakten und zum Umgang mit persönlichen Daten. Gegenüber der ersten Befragung zu sozialen Netzwerken aus dem Frühjahr 2011 wurde die Studie außerdem um Fragen der Nutzungsmotivation, der beruflichen und privaten Nutzung, der mobilen Nutzung sowie um Aspekte der Privatsphäre und des Datenschutzes ergänzt.
Für die Studie wurden 1.023 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Die vollständigen Ergebnisse der zweiten, erweiterten Studie Soziale Netzwerke stehen zum Download zur Verfügung: http://www.bitkom.org/files/documents/SozialeNetzwerke.pdf

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Lernen im Alter – Neues und komplexes hält Gedächtnis auf Trab

Wie bleibt man im Alter geistig fit? Es schadet zumindest nicht, dass Gedächtnis beständig mit neuen Informationen zu füttern. So weit, so bekannt. Doch welche Aktivitäten helfen der Erinnerung wirklich auf die Sprünge? Das haben amerikanische Forscher um die Neurowissenschaftlerin Denise Park von der University of Texas in Dallas nun untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass nicht alle Tätigkeiten gleich wirkungsvoll sind. Wer sich über längere Zeit intellektuellen Herausforderungen stellte, zeigte in der Regel deutlich bessere Gedächtnisleistungen als jemand, der regelmäßig Kreuzworträtsel löste oder Fernsehdokumentationen verfolgte.

Im Alter geistig aktiv zu bleiben, reiche nicht, meint Hauptautorin Denise Park. Die Altersforscherin sagt: „Entscheidend ist es, aktiv zu sein und sich dabei neuen mentalen Herausforderungen zu stellen, sich neuen Reizen auszusetzen.“ Wer innerhalb der eigenen Komfortzone verharre, seine eigenen Grenzen also nicht austeste, bleibe womöglich außerhalb der Verbesserungszone.

Um die Auswirkungen verschiedener Formen der Freizeitgestaltung zu testen, entschieden sich Park und ihr Team für ein aufwendiges Studiendesign. Anders als andere Forscher reichte es den Wissenschaftlern aus Texas nicht, die mentale Leistungsfähigkeit von Senioren zu testen, deren Hobbys zu erfragen und beides im Nachhinein miteinander in Verbindung zu setzen. Park und ihre Kollegen wollten einen direkten Einfluss messen. Deshalb rekrutierten sie 221 Erwachsene zwischen 60 und 90 Jahren und teilten ihnen nach dem Zufallsprinzip eine Freizeitgestaltung zu. Diese Tätigkeiten sollten die Senioren über drei Monate hinweg jeweils 15 Stunden pro Woche ausüben. Vor und nach den drei Monaten wurde die Gedächtnisleistung getestet.

Drei der sechs Versuchsgruppen beschäftigten sich mit intellektuell anspruchsvollen Dingen, bei denen neues Wissen erworben und angewendet werden musste. Die Probanden widmeten sich der Digitalfotografie und passender Bildbearbeitungssoftware am Rechner, oder sie fertigten Steppdecken mit computergesteuerten Nähmaschinen an. Eine dritte Fraktion wendete jeweils gleich viel Zeit für Nähen und für Fotografie auf. Um die Tätigkeiten erfolgreich zu meistern, mussten die Versuchspersonen eine Reihe von Informationen im Langzeitgedächtnis abspeichern – und das unter Alltagsbedingungen, nicht im Labor.

Andere Probanden sollten regelmäßig klassische Musik hören, leichte Kreuzworträtsel lösen und Fernsehdokumentationen verfolgen, kurz: sich weiterbilden – allerdings auf eher passive Art. Eine fünfte Gruppe von Versuchspersonen traf sich regelmäßig und unternahm zum Beispiel Ausflüge. So sollte der Nutzen des sozialen Miteinanders gestestet werden. Eine Kontrollgruppe nahm ausschließlich an den Gedächtnistests teil, wurde ansonsten aber nicht gefördert.

Nach drei Monaten verglichen Park und ihr Team die sechs Gruppen miteinander. Es zeigte sich: Wer sich in die digitale Fotografie, das computergestützte Nähen oder beides hineingefuchst hatte, hatte auch seine Gedächtnisleistung verbessert. Stärker schnitten diese Teilnehmer vor allem in Tests ab, die das Potenzial des episodischen Gedächtnisses maßen. Damit sind die persönlichen Erinnerungen im Langzeitgedächtnis gemeint.

Solche Erfolge konnten die anderen Probanden kaum aufweisen. Sollte nun jeder Senior eine Digitalkamera in die Hand nehmen? Nicht unbedingt. Entscheidend ist nach Ansicht der Forscher, dass ein Hobby mit neuen mentalen Herausforderungen verbunden ist.

Im Gespräch mit amerikanischen Medien zeigte sich Park überrascht, dass die sozial vernetzte Gruppe ihr Erinnerungsvermögen nicht verbesserte. Schließlich sei es geistig herausfordernd, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Wahrscheinlich würden größer angelegte Untersuchungen mit höheren Teilnehmerzahlen hier durchaus einen moderaten Effekt finden.

Was waren die Ursachen für die verbesserte Gedächtnisleistung der Probanden mit den schwierigen neuen Hobbys? Park kann sich mehrere Erklärungen vorstellen. So könnte die Beschäftigung mit neuen Herausforderungen die Aufmerksamkeit dieser Versuchspersonen positiv beeinflusst haben. Das könnte es ihnen erleichtert haben, Worte bei Gedächtnistests wahrzunehmen, zu lernen und wieder abzurufen. Alternativ sei es denkbar, dass neue Nervenverbindungen in Hirnregionen etabliert wurden, die mit der Speicherung und dem Abruf von Informationen in Zusammenhang stehen, etwa dem Hippocampus.

Zitiert nach:
http://www.psychologie-heute.de/news/gesundheit-psyche/detailansicht/news/neues_zu_lernen_hilft_mental_in_form_zu_bleiben/?&type=27072012